Gesten und Körpersprache

Das Gestikulieren ist nicht nur Ausdruck des Temperaments, sondern zugleich wichtiges Kommunikationselement.

Wer die Hand hin- und herbewegt und dabei Daumen und Zeigefinger zusammenlegt, möchte den anderen dazu animieren, sich zu beeilen, ein wenig schneller zu machen. Diese Geste kann auch Anerkennung sein – nach dem Motto „Das ist ein Superding!“ Wer mit dem Handrücken die Unterseite des Kinns – vom Körper weg – streicht, zeigt, dass er entweder etwas nicht weiß oder es ihm egal ist. Was in manchen Ländern o.k. bedeutet – nämlich der mit Zeigefinger und Daumen gebildete Kreis – ist hier äußerst unschicklich.

Den äußeren Augenwinkel mit dem Zeigefinger leicht nach unten ziehen – das ist eine kleine Warnung und heißt: „Pass auf“ oder „Ich weiß, was gespielt wird“.

Dem Ober winkt man, indem man die Handfläche nach unten hält und die Finger vor- und rückwärts bewegt. Geld wird übrigens auch eher in der Hand gezählt als auf der Theke.

Die bei uns geltende Distanzregel gilt in Argentinien nicht. Man kommt sich hier körperlich näher, ohne dies als störend zu empfinden. Weichen Sie nicht aus, wenn Ihnen jemand auf die Pelle rückt – das wäre ein Affront. Auch ist es durchaus üblich, sein Gegenüber zu berühren – sei es, um einen Fusel vom Jackett zu nehmen oder jemandem freundschaftlich auf den Arm zu klopfen. [...]

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